Der Access-Profi-Pool (APP) ist eine internationale Vereinigung deutschsprachiger Datenbank-Entwickler mit Schwerpunkt MS-Access.

Auf dieser Homepage möchten wir auch allen anderen Accesslern Informationen und Werkzeuge zur Verfügung stellen.

Der APP führt in unregelmäßigen Abständen Seminare zum Thema Datenbanken durch.

Bei Interesse an APP-Veranstaltungen bitte über die Kontaktseite melden.

 
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Bitte beachten:

Der APP bietet keinen kostenfreien Support für Access.

Kostenfreie Unterstützung zu (fast) allen Access-Fragen bekommen Sie z.B. im Access-O-Mania Forum oder im Forum der Access-FAQ.

Möchten Sie eine kostenpflichtige Unterstützung eines Mitglieds in Anspruch nehmen, so wenden Sie sich bitte direkt an das jeweilige Mitglied. Vielen Dank!

 
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Access-Profil-Pool-Treffen im Mai 2016

Der Access-Profil-Pool hat am 28./29. Mai 2016 im Hotel am Rosenberg in Hofheim am Taunus ein internes Treffen für seine Mitglieder organisiert. Die Hauptversammlung des Vereins für das Jahr 2016 wurde ebenfalls dort abgehalten.

Auf der Agenda standen, neben der vereinsinternen Hauptversammlung und Networking/Austausch mit anderen Mitgliedern, Vorträge rund um die Access-Entwicklung und die Unternehmensführung für kleine Unternehmen.

Marketing im Internet – Für kleine Softwareunternehmen

Marketing und Promotion von Produkten und Dienstleistungen ist auch für Kleinunternehmen in der Softwareentwicklung ein wichtiges Thema. Philipp Stiefel präsentierte seine Erkenntnisse zu diesem Thema basierend auf seinen Erfahrungen in den letzten Monaten.

Dabei wurde erstmal bezahlte Werbung über Banner-Ads, Google Adwords/Bing Ads und Werbung in Sozialen Netzwerken für die entsprechende Zielgruppe behandelt. Ein weiterer Themenblock war Content Marketing auf Blogs und Webseiten. Natürlich wurden auch eng verbundene Themen wie Search Engine Optimization (SEO) und Email Marketing behandelt.

Zum Abschluss des Vortrages gab es eine Vorstellung der unverzichtbaren Google Search Console und einiger andere nützlicher Tools.

Hybrid-Anwendung mit Microsoft Access und PHP

Microsoft Access Anwendung auch im Internet verfügbar zu machen ist seit vielen Jahren ein wichtiges Thema für Access-Entwickler. Mike Fried erläuterte uns gleich zwei verschiedene, grundlegende Konzepte einer Access Anwendung im Internet.

In dem vorgestellten Szenario verwendete er eine Hybride Lösung mit verschiedenen Clients für eine SQL-Server-Backend-DB. Besonders interessant ist dabei die Nutzung des Guacamole-RDP-Clients, der einen einfachen Zugriff auf einen Terminal-Server mit einem Access-Frontend als Fat-Client über einen Webbrowser ermöglicht.

Eine weitere Komponente der umfassenden Anwendung, sind das MS-SQL-Server Backend, sowie eine im NGinx gehostete PHP-Webanwendung. Besonders interessant ist die Netzwerktopologie aus virtuellen und physischen Maschinen, die Mike für den produktiven Einsatz seiner Hybrid-Anwendungen verwendet.

Mit dieser Infrastruktur und den beteiligten Systemkomponenten schafft Mike, woran viele zuvor gescheitert sind, nämlich Access Anwendungen effektiv ins Internet zu bringen. Ein sehr interessanter Vortrag, der eindrucksvoll demonstriert hat, dass Access auch im Zeitalter der mobil nutzbaren Webanwendungen durchaus noch seine Berechtigung haben kann.

Projekt- und Zeitmanagement

Projektmanagement ist ein Thema das für uns selbstständige Unternehmer sehr eng mit dem persönlichen Zeitmanagement verbunden ist. Mark Dörbandt erzählte uns von seinen persönlichen Erfahrungen und Ansätzen im Bereich Zeit- und Projektmanagement.

Was macht überhaupt ein Projekt aus? – Anfang und Ende, Budget, Ressourcen und Meilensteine. – Projekt- vs. Basisaktivitäten. Welche Aufgabentypen gibt es denn eigentlich? Ist eine Aufgabe eine einmalige Aufgabe, eine sich wiederholende Aufgabe oder ist sie Teil eines zyklischen Workflows?

Und natürlich spielt auch die Frage nach Arbeit vs. Privatleben für Selbständige eine große Rolle.

Marks gut strukturierter Vortrag machte einige Fragen deutlich, die man sich als Entwickler mit Projektmanagementverantwortung einmal selbst sehr kritisch stellen sollte. In seinem Vortrag lieferte Mark nicht universelle Antworten darauf, sondern seine persönliche Sichtweise und Ansätze mit denen man für sich selbst die richtigen Antworten finden kann.

Auch weitere interessante Konzepte, wie die Schätzklausur, sprach Mark an. - Jeder Beteiligte gibt (für sich) eine Schätzung für die Aufwände für eine Aufgabe ab. Wenn alle Schätzungen halbwegs übereinstimmen können sie in einen Projektplan übernommen werden, wenn es aber signifikante Abweichungen gibt, müssen die Beteiligten diskutieren.

Außerdem wurden die quasi-Klassiker Getting things Done (David Allen) und Seven Habits of Highly Effective People (Stephen Covey) vorgestellt.

Selbstwahrnehmung und -darstellung als Access Entwickler

„Access ist keine Datenbank und keine professionelle Entwicklungsumgebung, sondern nur ein Spielzeug.“ - Diese These wird in den IT-Abteilungen großer Unternehmen häufig vertreten. Thomas Rodenbusch regte basierend auf dieser kontroversen These eine interessante Diskussion über unsere Selbstwahrnehmung und unsere Selbstdarstellung gegenüber Kunden und Interessenten an.

Informelle Themen

Nach den internen Themen des Access-Profil-Pools, die wir am Abend in unserer Hauptversammlung diskutierten, sprachen wir noch ganz informell über diverse andere Themen.

Zum Beispiel darüber, ob und wie wir eine Unternehmensethik vertreten sollten, die eine Zusammenarbeit mit Unternehmen aus fragwürdigen Branchen oder den Institutionen von repressiven Staaten ausschließt.

Auch das Thema, ob die Entwicklung von Individualsoftware oder die Entwicklung und Vermarktung eines Standard-Produktes mehr Freiheiten als Softwareunternehmer gestattet, fand ich sehr interessant.

Das ZUGferd-Format

Das ZUGFeRD-Rechnungsformat ist ein um strukturierte XML-Daten erweitertes PDF-Format, das verwendet werden kann, um elektronische Rechnungen zu übermitteln. Stefan Menner stellte uns dieses Format anhand eines Implementierungsprojektes vor.

Neben den Ausgangsbedingungen seines Kunden bei diesem konkreten Projekt und den dort verwendeten Komponenten und der dafür eingesetzten Infrastruktur zeigte er auch Eigenarten des Formats und Kritikpunkte daran auf.

Kooperation unter den APP-Mitgliedern

Mark Dörbandt hat am Sonntag mit der Vorstellung eines Kooperationsvertrages mit einem anderen Entwickler eine sehr interessante Diskussion begonnen. Die Ausgangssituation dafür war das Auftreten von uns Einzel- und Kleinunternehmen gegenüber großen Konzernen, insbesondere deren Einkaufsabteilungen.

An dieser Diskussion beteiligten sich alle Mitglieder intensiv und das Thema wurde noch auf die Bereiche wie Stellvertreterregelungen, Unternehmensnachfolge und generelle Möglichkeiten um Strukturen für die Zusammenarbeit zwischen den APP-Mitgliedern zu schaffen.

Dies ist sicherlich ein Thema, das den APP in der Zukunft weiter beschäftigen wird.

Projektvorstellungen / Hausmesse

Zum Abschluss dieses Treffen des Access-Profi-Pools am Sonntag, präsentieren einige Mitglieder Projekte, an denen sie in der letzten Zeit gearbeitet haben. Mike Fried stellte ein universelles Projektmanagementtool, Thomas Braun eine Access Anwendung, die eine Excel-ähnliche Datenblattansicht mit Mehrbenutzerfähigkeit bietet und Philipp Stiefel eine umfangreiche Access-ADP-Anwendung zum Asset Management im Loan Servicing vor.

Schlusswort

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer! Mir hat das Wochenende sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf die nächste Veranstaltung des Access-Profi-Pools.

Philipp Stiefel